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Das Papierhaus tritt nicht an um Konkurenz zu Hörbuch-Bestsellern, wie Illuminati oder Sakrileg zu bilden. Die Zielgruppe ist klar eine davon differenziert. Wer sich auf eine andere Art Hörbuch einlassen möchte sollte einmal zu "Das Papierhaus greifen". Bei einer derartigen Hommage an das Buch ist allerdings auch fraglich ob man nicht auch die Papierform wählen sollte!
Der Lesestoff der einen erwartet ist allerdings absolut empfehlenswert und eine Erfahrung wert.
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CD - Eichborn
Erscheinungsdatum: Juli 2005
ISBN: 3821853948
2 Audio CDs
Sprecher: Jürgen Tarrach
Kurzbeschreibung (Amazon)
Die Literaturdozentin Bluma Lennon kauft in einer Buchhandlung eine alte Ausgabe der Gedichte von Emily Dickinson und wird an der nächsten Straßenecke - als sie gerade beim zweiten Sonett angelangt ist - von einem Auto überfahren. Ein argentinischer Kollege an der Universität Cambridge übernimmt ihre Vertretung. Bald erhält er ein an Bluma adressiertes Buch, das vollständig von Zementresten verklebt ist und ihm ein großes Rätsel aufgibt. Schließlich reist er auf den Spuren des Absenders über Buenos Aires nach Montevideo, um das Geheimnis dieses seltsamen Buchs zu lüften und stößt dabei auf die Geschichte eines Mannes mit einer außergewöhnlichen Liebe zu Büchern.
Hörbuch-Kritik Andrea MK
Dieses Hörbuch ist anders! Anders als die Produktionen, die mir bisher zu Ohren gekommen sind. Wer Bücher und Hörbücher nur zum Zeitvertreib in die Hand nimmt ist mit dem Papierhaus sicherlich nicht so ideal bedient. Denn hier werden Bücher regelrecht vergöttert und auf eine hohe und eigene Stufe gestellt.
Hauptthema ist immer wieder die Schönheit der Literatur.
Carlos Maria Dominguez beschreibt eine faszinierende Geschichte über die geheime Macht der Bücher. Er befaßt sich mit dem Medium an sich und vor allem mit dessen physischem Reiz. Der Hörbuch-Leser fragt sich da natürlich ob er nicht gerade auf regelrecht "blasphemische" Art und Weise dieses Stück Literatur rezipiert.
Die Geschichte richtet sich so natürlich an Leute die dem Lesen eine ähnliche Liebe entgegenbringen, wie der Autor es offenkundlich tut. (Ob er da auch an das Medium Hörbuch gedacht hat?).
Der "Vorleser" Jürgen Tarrach macht seine Sache sehr überzeugend gut. Er liest klar und deutlich und lässt dabei dem Zuhörer Platz für eigene Emotionen. Er greift nicht durch Höhen und Tiefen in die Vorstellungskraft des Hörers ein und das kommt einem solchen Werk Literatur doch sehr entgegen.
Das Papierhaus tritt nicht an um Konkurenz zu Hörbuch-Bestsellern, wie Illuminati oder Sakrileg zu bilden. Die Zielgruppe ist klar eine davon differenziert. Wer sich auf eine andere Art Hörbuch einlassen möchte sollte einmal zu "Das Papierhaus greifen". Bei einer derartigen Hommage an das Buch ist allerdings auch fraglich, ob man nicht auch die Papierform wählen sollte!
Der Lesestoff der einen erwartet ist allerdings absolut empfehlenswert und eine Erfahrung wert.
Zitat:
»"Das Papierhaus" erzählt eine kleine Geschichte über die Leidenschaft für Bücher. « Elke Heidenreich
Die Stimme
Gehört Jürgen Tarrach, als Schauspieler längst einer der Charakterköpfe im deutschen Film seit den 90ern – berühmt wurde er als Kommissar Docker in dem kultigen Kinofilm "Die Musterknaben", oder als Dahlheim im ARD-Film "Schiller".
Der Autor:
Carlos Maria Dominguez wurde 1955 in Buenos Aires geboren und lebt seit 1989 in Montevideo, wo er als Journalist, Literaturkritiker und Schriftsteller arbeitet. Seine Erzählung "Das Papierhaus" wurde 2001 in Uruguay mit dem Premio Lolita Rubial ausgezeichnet und u.a. nach Frankreich, in die Niederlande, Italien, nach Großbritannien und in die USA verkauft.