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Otherland - das ist eine atemberaubende Reise durch virtuelle Welten. Vorlage für das Otherland-Hörspiel ist die vierbändige Saga des amerikanischen Erfolgsautors Tad Williams.
Otherland hat im Umfang Tolkiens Herrn der Ringe geschlagen, geht inhaltlich aber auch ganz andere Wege. Den zwischen Fantasy und Science Fiction angesiedelten Stoff hat Regisseur Walter Adler in ein rasantes Hörabenteuer verwandelt.
Chris Debski hat sich mit dem Hörspiel und der Produktion befasst…
Unsere Meinung zur ersten CD der 4-teiligen Serie:
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Otherland schlägt wirklich alles, was ich bisher in meinem CD-Player vorgefunden habe. Von der ersten Minute an merkt man, dass die Macher dieses Mammutwerks sich mächtig ins Zeug gelgt haben. Die Stimmung, die erzeugt wird ist einfach bombastisch - Soundeffekte wie im Kino.
Man befindet sich völlig unvorbereitet und ohne jegliche Vorwarnung mitten in einem Schlachtfeld, es regnet, man kann den Schlamm des Schützengrabens förmlich spüren und es jagen einem Granaten um die Ohren. Dann Szenenwechsel und weg vom Krieg sitzt man mit einer Familile am Tisch - aber halt… wer war denn nun eigentlich der Mann mit dem wir in die Schlacht gezogen sind?… und wer sind nun die Charaktere am Frühstückstisch? Eh man sich allerdings versehen hat, wechselt die Szenerie erneut.
Wenn es ein einziges Manko an Otherland gibt, dann sicherlich das, dass keine der Personen, die Handlung oder die Szenerie großartig von einem Sprecher eingeführt wird. Man braucht schon bis zur 2ten oder 3ten CD bis man so 100% in die Handlung Einstieg gefunden hat - doch dann ist einem Unterhaltung auf höchstem Hörspiel Niveau sicher und die letzten Silberlinge hört man wie im Rausch zu Ende.
Otherland - Stadt der goldenen Schatten macht wirklich Spaß. Wer Filme wie die Matrix mag, der wird sich hier zu Hause fühlen. Alles ist auf virtuelle Charaktere und Szenerien ausgelegt und auch der Vergleich mit Herr der Ringe wird, durch die Ansammlung der "Gefährten", die durch das computergenerierte Universum ziehen, untermauert.
Für Leute die mit dem Computer und virtuellen Welten nicht ganz so viel zu tun haben ist Otherland aber sicherlich eine schwierige Sache. Der Einstieg und das Verstäandnis für die Handlung könnte durch die mangelnde Erklärung um so schwieriger werden.
Nichts desto trotz kann man Otherland getrost als Referenz für gute Unterhaltung im Genre Science-Fiction nennen. Und wir werden uns nun schnell den weiteren 2 Teilen der Serie widmen - leider ist der 4te Teil ja noch in Arbeit.
Die Story
Ende des 21. Jahrhunderts: Die reichsten und mächtigsten Männer und Frauen haben ein gigantisches Netzwerk geschaffen. In dieser virtuellen Welt wollen sie sich den ältesten Menschheitstraum erfüllen: das ewige Leben. Gleichzeitig fallen überall auf der Welt Kinder in ein rätselhaftes Koma. Nur wenige Menschen erkennen einen Zusammenhang zwischen dem Netzwerk und dem Zustand der Kinder. Eine Gruppe von Abenteurern macht sich auf, um das Geheimnis von Otherland zu ergründen und begibt sich damit in ungeahnte Gefahren.
Der Autor
zur Homepage des Autors: http://www.tadwilliams.com/
Der Regisseur
Walter Adler ist einer der bekanntesten deutschen Hörspielregisseure. Er wurde 1947 geboren, besuchte die Schauspielschule in Bochum und arbeitete dann als Regieassistent beim Hörspiel des Südwestfunks Baden-Baden. Heute lebt er in Köln.
Für sein Hörspiel "Centropolis" wurde er 1976 mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet. Diesen wichtigsten deutschen Hörspielpreis erhielt er 1978 noch einmal, für die Regie von "Frühstücksgespräche in Miami".
Mit insgesamt 24 Stunden Länge ist Otherland die größte Hörspiel-Produktion der Radiogeschichte.
Hinter den Kulissen:
Über 250 Schauspieler haben den Charakteren ihre Stimme geliehen. (hier findet Ihr eine Auflistung der Schauspieler und Infos zu den jeweiligen Personen)
V-Tanks, Neurokanülen und Charge? Das kleine Otherland-Lexikon hilft Ihnen bei der Orientierung in den Welten von Otherland!
Hier geht es zum Otherland Lexikon!
Wer mehr über den Autor wissen will: Hier findet Ihr ein Interview mit Tad Williams